Kurz erklärt
Der Body-Mass-Index setzt das Körpergewicht in Kilogramm ins Verhältnis zur quadrierten Körpergröße in Metern. Bei Erwachsenen gilt nach der Einteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Ein BMI unter 18,5 bedeutet Untergewicht, 18,5 bis unter 25 Normalgewicht, 25 bis unter 30 Übergewicht und ab 30 Adipositas. Wer 75 kg wiegt und 1,78 m groß ist, kommt auf einen BMI von 23,7 und liegt damit im Normalbereich.
Der Wert ist praktisch, weil zwei Angaben genügen. Er misst aber nur das Verhältnis von Gewicht zu Größe. Muskelmasse, Fettverteilung, Alter und Geschlecht bleiben außen vor. Behandeln Sie das Ergebnis daher als erste Orientierung und nicht als medizinisches Urteil.
So wird gerechnet
Der Rechner nutzt die international übliche Formel. Die Größe wird zunächst von Zentimetern in Meter umgerechnet:
Normalgewicht von = 18,5 × Größe² | bis = 25 × Größe²
Die Einordnung folgt den WHO-Schwellen 18,5, 25 und 30 und wird mit dem ungerundeten BMI vorgenommen. Angezeigt wird der Wert auf eine Nachkommastelle gerundet. Zusätzlich gibt der Rechner das Gewichtsfenster aus, das bei Ihrer Größe einem BMI zwischen 18,5 und 25 entspricht. Eine gesetzliche Grundlage gibt es nicht, es handelt sich um eine medizinische Konvention.
BMI-Klassen der WHO bei Erwachsenen
| BMI (kg/m²) | Einordnung |
|---|---|
| unter 18,5 | Untergewicht |
| 18,5 bis 24,9 | Normalgewicht |
| 25,0 bis 29,9 | Übergewicht (Präadipositas) |
| 30,0 bis 34,9 | Adipositas Grad I |
| 35,0 bis 39,9 | Adipositas Grad II |
| ab 40,0 | Adipositas Grad III |
Der Rechner unterscheidet bei Adipositas keine Grade, sondern zeigt ab 30 insgesamt „Adipositas“ an. Die Grade können Sie anhand der Tabelle ablesen.
Normalgewicht nach Körpergröße
Diese Werte stammen aus der Berechnung des Rechners (BMI 18,5 bis 25, auf 0,1 kg gerundet):
| Größe | Normalgewicht von – bis |
|---|---|
| 150 cm | 41,6 – 56,3 kg |
| 160 cm | 47,4 – 64,0 kg |
| 170 cm | 53,5 – 72,3 kg |
| 180 cm | 59,9 – 81,0 kg |
| 190 cm | 66,8 – 90,3 kg |
Die Spanne ist bewusst breit: Zwischen Unter- und Obergrenze liegen bei 180 cm gut 21 kg. Wo Sie innerhalb dieses Fensters liegen, hängt stark von Körperbau und Muskelanteil ab.
Beispielrechnungen
Beispiel 1 – Normalgewicht: 75 kg bei 178 cm. 75 ÷ 1,78² = 75 ÷ 3,1684 ergibt einen BMI von 23,7. Das Normalgewichtsfenster für diese Größe reicht von 58,6 bis 79,2 kg.
Beispiel 2 – Übergewicht: 95 kg bei 180 cm. 95 ÷ 3,24 ergibt 29,3, also Übergewicht knapp unter der Adipositas-Grenze. Die Obergrenze des Normalgewichts liegt bei 81,0 kg, der Abstand beträgt 14 kg.
Beispiel 3 – Untergewicht: 48 kg bei 172 cm. Der BMI beträgt 16,2 und liegt unter 18,5. Das Normalgewichtsfenster beginnt bei 54,7 kg, es fehlen also rund 6,7 kg bis zur Untergrenze. Bei anhaltend niedrigem BMI ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
Was der BMI nicht zeigt
Der BMI unterscheidet nicht zwischen Fett, Muskeln, Knochen und Wasser. Kraftsportler können dadurch rechnerisch im Übergewicht liegen, obwohl ihr Körperfettanteil niedrig ist. Umgekehrt kann bei geringer Muskelmasse ein „normaler“ BMI mit einem hohen Fettanteil einhergehen.
Besonders aussagekräftig ergänzt der Bauchumfang den BMI, weil Fett im Bauchraum gesundheitlich ungünstiger ist. Nach Angaben der Deutschen Adipositas-Gesellschaft gilt das Risiko für Folgeerkrankungen ab 94 cm (Männer) bzw. 80 cm (Frauen) als erhöht, ab 102 cm bzw. 88 cm spricht man von bauchbetonter Adipositas mit deutlich erhöhtem Risiko. Auch die WHO weist darauf hin, dass der BMI nur ein Näherungswert für den Körperfettanteil ist.
Kinder, Jugendliche und ältere Menschen
Die festen Grenzen 18,5, 25 und 30 sind für Erwachsene gedacht. Bei Kindern und Jugendlichen ändert sich der BMI mit Wachstum und Alter stark. In Deutschland wird er deshalb mit alters- und geschlechtsspezifischen Referenzkurven verglichen: Ein BMI über dem 90. Perzentil gilt als Übergewicht, über dem 97. Perzentil als Adipositas. Die WHO verwendet für 5- bis 19-Jährige Abweichungen vom Median. Für die Auswertung kindlicher Werte ist die Kinder- und Jugendarztpraxis zuständig, der Rechner ist dafür nicht geeignet.
Bei älteren Menschen wird teils diskutiert, ob ein etwas höherer BMI günstiger ist, weil Reserven bei Krankheit helfen. Ein einheitlicher, offiziell verbindlicher Altersbereich ist jedoch nicht vorgesehen. Rechner und Tabelle oben gelten unverändert, ein Gespräch mit der Hausarztpraxis liefert die persönliche Einschätzung.
Typische Fehler und Sonderfälle
- Größe in Metern statt Zentimetern eingeben: Der Rechner erwartet Zentimeter, etwa 178 statt 1,78.
- Morgens nüchtern und abends mischen: Das Gewicht schwankt im Tagesverlauf um ein bis zwei Kilogramm, für Vergleiche eignet sich immer dieselbe Tageszeit.
- Schwangerschaft: Der BMI ist dann nicht sinnvoll interpretierbar, maßgeblich ist der Verlauf laut Mutterpass und ärztlicher Beratung.
- Hohe Muskelmasse: Ein BMI über 25 bedeutet bei Kraftsportlern nicht automatisch zu viel Körperfett.
- Grenzfälle: Ein BMI von 24,96 wird als „25,0“ angezeigt, ist aber noch Normalgewicht, weil mit dem ungerundeten Wert eingeordnet wird.
- Schnelle Schlüsse: Eine einzelne Messung sagt wenig, die Entwicklung über Monate ist aussagekräftiger.
Grenzen des Rechners
Der Rechner berücksichtigt weder Alter noch Geschlecht, Muskelanteil, Körperfett, Bauchumfang oder Vorerkrankungen. Er wendet durchgehend die Erwachsenen-Grenzen der WHO an und fasst Adipositas ohne Grade zusammen. Zulässig sind 20 bis 400 kg und 100 bis 250 cm. Für Kinder, Schwangere und Menschen mit Essstörungen oder Erkrankungen liefert er keine verlässliche Einordnung und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Weitere Rechner
Wer das Thema Gewicht und Ernährung vertiefen möchte, findet auf Rechnercenter ergänzende Werkzeuge, zum Beispiel den Kalorienbedarf-Rechner, den Idealgewicht-Rechner und den Körperfett-Rechner. Das Verhältnis von Taille zu Hüfte zeigt der WHR-Rechner.
Der BMI ist ein Screening-Wert, keine Diagnose – er unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse. Keine medizinische Beratung.
Aktualisiert am 6. Oktober 2026Quellen: WHO – Obesity and overweight (Fact Sheet) ↗Deutsche Adipositas-Gesellschaft – Definition von Adipositas ↗gesund.bund.de – Übergewicht ↗
Häufige Fragen
Wie berechnet man den BMI?
Sie teilen das Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Bei 70 kg und 1,75 m rechnen Sie 70 ÷ 3,0625 und erhalten etwa 22,9. Der Rechner übernimmt die Umrechnung von Zentimetern automatisch.
Welcher BMI gilt als normal?
Für Erwachsene definiert die WHO Normalgewicht als BMI von 18,5 bis 24,9. Ab 25 spricht man von Übergewicht, ab 30 von Adipositas, unter 18,5 von Untergewicht. Diese Grenzen sind Richtwerte und gelten nicht für Kinder.
Wie viel darf ich bei meiner Größe wiegen?
Bei 170 cm entspricht Normalgewicht rund 53,5 bis 72,3 kg, bei 180 cm etwa 59,9 bis 81,0 kg. Der Rechner zeigt für Ihre eingegebene Größe automatisch die Spanne zwischen BMI 18,5 und BMI 25.
Ist der BMI bei Männern und Frauen gleich?
Die WHO-Grenzen sind für Erwachsene beider Geschlechter identisch. Frauen haben im Schnitt jedoch einen höheren Körperfettanteil bei gleichem BMI. Der Rechner trifft daher keine Geschlechtsunterscheidung und liefert nur einen groben Richtwert.
Warum ist mein BMI hoch, obwohl ich sportlich bin?
Muskeln sind schwerer als Fett, der BMI erkennt den Unterschied aber nicht. Trainierte Personen können deshalb rechnerisch im Übergewicht liegen. Sinnvoll sind ergänzend Bauchumfang oder eine Körperfettmessung.
Kann ich den BMI für Kinder verwenden?
Nein, der Rechner ist für Erwachsene gedacht. Bei Kindern und Jugendlichen wird der BMI mit alters- und geschlechtsabhängigen Perzentilkurven verglichen. In Deutschland gilt ein Wert über dem 90. Perzentil als Übergewicht, über dem 97. als Adipositas.
Welcher Bauchumfang ist problematisch?
Nach Angaben der Deutschen Adipositas-Gesellschaft ist das Risiko ab 94 cm bei Männern und 80 cm bei Frauen erhöht. Ab 102 cm bzw. 88 cm liegt eine bauchbetonte Adipositas mit deutlich erhöhtem Risiko vor.
Ab wann gilt man als adipös?
Adipositas beginnt bei Erwachsenen mit einem BMI von 30. Danach wird in Grad I (30 bis 34,9), Grad II (35 bis 39,9) und Grad III (ab 40) unterschieden. Der Rechner zeigt ab 30 allgemein „Adipositas“ an.
Ist ein BMI unter 18,5 gefährlich?
Ein BMI unter 18,5 gilt als Untergewicht und kann auf Mangelernährung oder Erkrankungen hinweisen, ist aber bei manchen Menschen konstitutionell. Besteht er dauerhaft oder zusammen mit Beschwerden, empfiehlt sich eine ärztliche Abklärung.
Warum weicht mein BMI zwischen Rechnern ab?
Unterschiede entstehen meist durch Rundung oder eine abweichende Einordnung, etwa mit Alters- oder Geschlechtstabellen. Dieser Rechner nutzt durchgehend die Erwachsenen-Grenzen der WHO und ordnet mit dem ungerundeten Wert ein.